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Nachhaltigkeit / Tipps & Anleitungen

Wie du mit der richtigen Pflege deiner Kleidung zu mehr Nachhaltigkeit beitragen kannst

Kleiderstapel - wie wir unsere kleidung richtig pflegen

Mit der richtigen Pflege können wir die Lebensdauer unserer Kleidungsstücke maßgeblich beeinflussen und damit einen wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit im Alltag leisten. Zum Schutz unserer Umwelt und aus Respekt zu den Menschen, die unsere Textilien herstellen, geht es letztendlich um:

  • Wertschätzung gegenüber jedem einzelnen Kleidungsstück
  • Sorgsame Behandlung und umweltschonende Pflege
  • Lange Nutzungsdauer, um übermäßigen Konsum und Müll zu vermeiden

Finde hier meine 6 besten Tipps, wie du mit der richtigen Pflege deiner Kleidung für mehr Nachhaltigkeit in deinem Kleiderschrank sorgst.

Besonders bei Kleidungsstücken aus empfindlichen Stoffen, Jeanshosen, Sweatshirts und T-Shirts mit Aufdruck ist es ratsam, diese vor dem Waschen auf links zu drehen. Auch, wenn es nicht explizit auf dem Pflegeetikett steht. Der Grund dafür? Bei jedem Waschgang wird unter Einwirkung enormer Kräfte alles durchgerüttelt und geschleudert. Die Reibung sorgt zwar für saubere Wäsche, allerdings aber auch dafür, dass die Stoffe mit der Zeit beschädigt werden, Festigkeit verloren geht und die Farben ausbleichen. Wer seine Kleidung vor dem Waschen wendet, hat einfach länger Freude an ihr. Außerdem ganz wichtig: Reißverschlüsse und Knöpfe zum Schutz der Trommel und anderer Wäschestücke am besten immer geschlossen halten.

Bei möglichst niedrigen Temperaturen waschen

Bei niedrigen Temperaturen zu waschen spart nicht nur Energie und damit deinen Geldbeutel, sondern schont gleichzeitig die Umwelt. Oftmals reicht eine Temperatur von 30 Grad aus, um die Wäsche sauber zu bekommen. Sichtbare Flecken versuchst du am besten vorher per Hand zu entfernen oder mit einem Fleckenmittel vorzubehandeln.

Eco-Programm auswählen

Auch wenn man es sich in Anbetracht der langen Zeit kaum vorstellen kann, aber beim Eco-Programm wird tatsächlich Strom und Wasser gespart. Es wird nicht nur weniger Energie verwendet, um das Wasser zu erwärmen, sondern auch weniger Wasser eingesetzt, um die Wäsche zu waschen. Gerade um Flecken zu entfernen ist eine längere Waschzeit sogar von Vorteil, weil das Waschmittel so besser auf die Verschmutzung einwirken kann. Genügend Gründe also, um ab sofort auf „Eco“ zu schalten.

Wichtig: Um Waschmittelrückstände, unangenehme Gerüche und Keime zu vermeiden, empfiehlt es sich einmal im Monat eine Wäsche bei 60 Grad laufen zu lassen und dabei ein Vollwaschmittelpulver zu verwenden. Die darin enthaltenen Bleichmittel spülen Waschmittelreste, Gerüche und mögliche Keime weg.

Das richtige Waschmittel verwenden

Grundsätzlich benötigen wir für unsere Kleidung drei Arten von Waschmitteln:

  1. Colorwaschmittel für farbige Wäsche
  2. Vollwaschmittel für weiße und pflegeleichte Textilien
  3. Feinwaschmittel für Wolle und andere empfindliche Stoffe

Waschmittel in Pulverform hat meist eine bessere Waschleistung als flüssiges Waschmittel und lässt sich je nach Verschmutzung, Beladung und Wasserhärte mit einem Messbecher genauer dosieren. Auch in Sachen Verpackung ist Pulver umweltfreundlicher, da es in Pappkartons anstatt in Plastiktüten oder -flaschen erhältlich ist. 

Beachte: Laut Umweltbundesamt stellt jeder Waschgang eine Umweltbelastung dar. Jedes Waschmittel enthält – je nach Hersteller und Produkt mehr oder weniger – Stoffe, die biologisch nicht leicht oder nicht vollständig abbaubar sind und damit die Gewässerorganismen schädigen.

Auf Weichspüler verzichten

Weichspüler macht die Wäsche zwar angenehm weich und sorgt für einen frischen Duft, dennoch ist es aus verschiedenen Gründen ratsam darauf zu verzichten. Durch den Einsatz von Weichspülern können die Textilfasern verkleben und es bildet sich ein Nährboden für Bakterien und Pilze. Gleiches kann auch im Innenraum der Waschmaschine passieren. Außerdem können die starken Duftstoffe die Haut reizen und Allergien auslösen.

Hättest du das gedacht? Für die Herstellung vieler Waschmittel kommen Schlachtabfälle (wie zum Beispiel Rinderfett) zum Einsatz. Wer Weichspüler verwenden, aber auf die tierischen Inhaltsstoffe verzichten möchte, sollte beim Kauf auf ein Vegan-Siegel achten oder die Inhaltsstoffe hinsichtlich tierischer Fette durchsuchen. 

Wäsche an der Luft trocknen

Das Trocknen an der Leine ist die altbewährteste, mit Abstand umweltfreundlichste und daher bevorzugte Methode. Gleichzeitig schont es unsere Wäsche und macht sie länger haltbar. Bedenke auch, dass die Kleidungsstücke stark einlaufen können, selbst wenn laut Pflegeetikett die Trocknung im Trockner erlaubt ist.

Tipp: Wer seine Wäsche gleich nach dem Waschen aus der Maschine nimmt, vermeidet unnötiges Knittern, schlechte Gerüche und Stockflecken. Außerdem kannst du dir das Bügeln ersparen oder erleichtern, indem du deiner Wäsche vor dem Aufhängen kräftige ausschlägst. Das Ausschütteln glättet und lockert die Fasern nach dem Schleudern. Oberteile wie Blusen, T-Shirts oder Sweatshirts trocknest du am besten gleich knitterarm auf einem Bügel.